CD106 Kapitalistische Superhölle auf dem Mond

Shownotes

Shownotes

00:09:36 Nachbesprechung Interview mit der RFA

00:29:24 Rocketlabs baut Neutron Rakete

00:37:04 Astra kriegt NASA Auftrag

00:47:07 New Glenn verzögert sich

00:55:51 SLS Green Run verschoben

01:02:21 Virgin Galactic in der Krise

01:09:09 Lange Marsch 9 angekündigt

01:13:55 SN10 Flug und Explosion

01:28:45 Europa Clipper fliegt mit kommerzieller Rakete

01:32:29 Biden untersützt Artemis

01:35:14 Jan Wörner tritt ab

02:19:45 HyImpulse will von der Insel Unst starten

02:23:03 NASA NIAC kommt später

Kommentare (5)

Florian

Moin moin, der Countdown Podcast ist doch einer meiner liebsten anti-kapitalistischen Podcasts die ich so höre :) Spaß bei Seite: Der Vergleich ESA zur Firma SpaceX ist auch immer etwas schwierig, ja natürlich ist die ESA bei weitem nicht so effizient wie SpaceX aber sie wird es auch nie sein können. SpaceX ist eine sehr stark zentralisiertes Unternehmen und kein riesiges Konglomerat aus verschiedenen Ländern und Institutionen, das erzeugt leider auch einiges an Overhead. Da hat sich SpaceX auch einfach viel von Ihrer Startup-Kultur erhalten. Auch sollen die Arbeitsbedingungen bei SpaceX nicht gerade die besten sein, es werden in erster Linie junge und unerfahrene Ingenieure rekrutiert die einfach noch nicht die passende Erfahrung haben um einzuschätzen wie hart sie arbeiten sollten um nicht mit 40 einen Burnout zu haben. Das ist einfach eine Kultur die ich mir nicht von einem mit Steuergeldern finanziertes vorhaben wünsche, wenn der Fortschritt auf Kosten der dort arbeitenden Menschen geht sollte man sich doch überlegen ob es das Wert ist. Außerdem kam leider auch ein mir wichtiger Punkt zu kurz den Ihr beiden bei dem Thema Kooperation angeschnitten habt. Kooperationen mit verschiedenen Ländern ist eine der Stärken der ESA. Schon alleine dadurch, dass die ESA durch ihren Aufbau aus verschiedenen Ländern sehr divers zusammengesetzt ist fällt natürlich auch die Kommunikation mit anderen Raumfahrtbehörden oder Menschen aus anderen Kulturkreisen deutlich leichter, da man dies einfach schon aus den internen Prozessen so gewöhnt ist. Somit hat die ESA dann nach außen hin nicht nur die Aufgabe die europäische Präsenz in der Raumfahrt zu sichern sondern auch hier auf der Erde bei der "Völkerverständigung" zu helfen. Deswegen finde ich es auch sehr begrüßenswert, dass die ESA Kooperationen auf der ganzen Welt eingeht.

ein fänn

auf Island hat vergangene Nacht 19.3.2021 der Ausbruch begonnen im Geldingadal (spricht man aus, so wie es aussieht, also einfacher als der vorige) - die Magmakammer wurde mit zig Kilometer Länge und mehrere Kilometer Tiefe beschrieben, wäre also gut möglich, daß der Weg vom Flughafen Keplavik zur Hauptstadt bald länger wird, weil die Insel dort Zuwuchs kriegen könnte; das isländische Nachrichtenfernsehen hat Hubschrauberüberflugvideo und Katastrophenschutzsondersendungen dazu, https://www.visir.is/sjonvarp/s/2 als ich den Titel der letzten Episode sah, mußte ich an wie hieß der schlechte Film gleich nochmal denken, mit Brad Pitt auf dem Mond auf eben demselben Superhimmelskörper. und vielen Dank für Eure SciFi-Erwähnungen, Charles Stross ist allemal lesenswert, und die Fortsetzung von Accelerando, Rupture of the Nerds wenn ich recht entsinne, auch. Und wer kennt es nicht, Das Jahr der Flut von Frau Atwood, auch ein sehr schönes Werk angesichts c*r*na.. und was empfehlt Ihr denn den geneigten Zuhörern, wie wir als Steuerzahler eventuell Druck auf ESA oder wen auch immer machen können, um sie in Richtung echter Raumfahrt statt Wirtschaftsförderprogramme mit spacigem Anstrich zu bewegen - das muß jetzt nicht gleich eine Wahlempfehlung für die Raketenpartei werden, aber so in die Richtung vielleicht..

nickik

Der Pessimismus ist selbst in diesem Podcast zu sehen. Die Idee das immer alles schlecht wird im 'Kapitalismus' ist faktisch falsch. Global passiert genau was die Utopie von Christopher ist. Der globale durchschnitt steigt, und zwar konstant seit 150 bis 200 Jahren. In der gleichen Zeit steigt auch die Bevölkerung größer als alle Pessimisten in den 1970er geglaubt haben. Ich versteh diesen ewigen Pessimismus nicht. Insgesamt hat dieses System global gut funktioniert, besser als je für möglich gehalten wurde. Ich stimme Frank zu, wegen irgend einer Dystopie jetzt schon zu sagen das gewisse Pfade schlecht und man an einem Gewissen Konzept von Zukunft anhalten müssen. Ich Vertrau der Firma/Stadt ein Mars/Mond Basis die tatsächlich die Chance haben so ein zu machen und Leute dahin zu bringen. Und Leute motivieren kann da hin zu gehen. Zumindest für die ersten 30-50 Jahre, und bis dann ist die Technologie so viel weiter das die 'Dystopie' die wir jetzt uns vorstellen wahrscheinlich schon veraltet ist. SpaceX oder sonst wer hat sehr viel höhere Chancen HongKong auf dem Mars zu erstellen als Cambodia.

Hori

Hallo Ihr Zwei, Danke für die Folge. die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ..... ist glaub ich in jeder ausproberten gesellschaft zu Sehen, halt auf unterschiedliche Weise. Möglicher weise geht das nicht anders bei entities die zum Überleben zusammenarbeiten müssen. Wäre halt toll ne ausreichende mindestversorgung zu haben. Zitat: "Ist ein weites Feld" Der Mond ist ja definitiv im Schwerefeld der Erde und gut zu sehen und wird (behaupte ich mal) immer in der Jurisdiktion der Nationalstaten stehen (solange es die gibt). Wenn wir also eine east-indien-company auf dem Mond erleben (oder mehere die sich gegenseitig sabotieren) dann ist hier was schief gelaufen und wir haben größere Probleme. Ich denke auch das die ersten Mondstationen so klein und abhängig wie die ISS sein werden und die auswahl der Besatztung ähnlich erfollgt und auf harmonie ausgerichtet ist. wenn Du eine Hölle in einer kleinen Station hast kann jemand der Unterdrückten immer sand ins getriebe steuen und das ding ist kaput. und die leute tot. dieser Aussenposten braucht eine Crew die sich aufeinander Verlassen kann. das ist kein Wilder Westen mit saftigen Wiesen und unter freien Himmel am lagerfeuer schlafen. Die Hölle würde von kaputter Technik kommen. zum Mars rover und klatschen. ja, ich hätte auch gerne wieder doppelmissionen (aber da reicht wohl das Plutonium nicht, oder?). Und nein, ich habe mir jetzt nicht die aufstellung angesehen warum der so teuer ist. ich bin mir aber ziehmlich sicher das vieles Personalkosten sind, das landesystem ist zwar das selbe aber verfeinert worden. und einmal ist keinmal, es gibt ja andere Beispiele das das landen nicht trivial ist. Ich denke das das institutionelle wissen, wie so etwas gemacht wird, erhalten werden soll, wenn es mal 10 Jahre keine landung gibt (was ja beim mond vorgekommen ist) sind die leute weg, die alte Technologie nicht mehr lieferbar, die Dokumentation doch unvollständig. also wird die Fähigkeit mit wiederholung aufrechterhalten. was teuer ist. und ja, so sagt das keiner (außer Ihr natürlich). deswegen ist die Anspannung und der Jubel im Kontrollzenter auch echt, die Leute haben echt was zu verliehren oder zu gewinnen in den paar Minuten. Jahrelange arbeit kann Puff machen oder es gibt Daten die wieder für Verbesserugen genutzt werden können (in Jahrelanger Arbeit). Die NASA Präsentation habe ich nicht gesehen aber die war sicher nicht für euch. Ich glaube aber die Instrummente werden in anderen NASA Streams gut vorgestellt, wer sucht wird da fündig. Also Kontrapunkt könnte die Plutosonde HORIZON gelten, auch anspruchvoll aber vom APL gebaut und im Zeit und Geld Budget. Auch ich hätte gerne dezidierte NAchrichtensateliten um den Mars, aber bei den Thema muss auch das Deep Spae Network angesprochen werden, das dann auch ein bischen liebe braucht. als SF Buch vorschlag hätte ich Ann Leckie die Ancillary Justice reihe, drei bücher mit einen für mich interesanten Blick auf KI und Glalaktische Zivilisationen und so. keine Utopie aber auch kein Weltuntergang am ende. So, ich glaub ich mach mal schluss. Danke nochmal für die Zeit die Ihr in diese Projekt investiert. (und sorry für die viele Rechtschreibfehler und die kappute groß und Kleinschreibung, ist mir irgentwie bei der Tastatur in die Finger gekommen)

Christoph

Hallo zusammen, sagt mal habt ihr vor Kurzem technisch etwas am Podcast verändert? Die letzten beiden Folgen bringen reproduzierbar die Entertainment-Software im Auto so durcheinander, dass die Bluetooth-Verbindung abbricht. Andere Apps und auch andere Podcasts in derselben App funktionieren tadellos, nur eure geistigen Ergüsse bleiben mir unterwegs verwehrt.

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